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Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den Arten des Versicherungsschutzes, die unabdingbar sind. Neben der Notwendigkeit, Ihre Arbeitsleistung abzusichern, sind damit auch Vorteile verbunden.

  • Rückzahlung bei Nichtinanspruchnahme
  • Weltweiter Versicherungsschutz
  • Volle Rente ab 50 % Berufsunfähigkeit
  • Rentensteigerung im Leistungsfall
  • Sofortiger Schutz ab dem 1. Monat
  • Beitragsfreistellung möglich

Gesetzliche Absicherung

In der der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Berufsunfähigkeitsrente zum 01.01.2001 gestrichen und durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt worden. Eine Berufsunfähigkeitsrente wird nur noch für vor dem 01.01.1961 Geborene ausbezahlt.

In der Erwerbsminderungsrente besteht erst dann ein Leistungsanspruch, wenn überhaupt keine Arbeit länger als 3 Stunden/Tag mehr verrichtet werden kann. Bei einer möglichen Arbeitsleistung zwischen 3 und 6 Stunden wird eine halbe Rente ausbezahlt.

Halbe RenteVolle Rente
MännerFrauenMännerFrauen
West565396801659
Ost441437702672

Beispielfälle

In den folgenden zwei Beispielen ist keine zusätzliche Vorsorge getroffen worden und die Betroffenen sind nur über die gesetzliche Erwerbsminderungsrente abgesichert.

Beispiel 1: Claudia Müller, 35 Jahre, Angestellte. Gehalt: 2131 Euro (brutto). Erwerbsunfähig wegen eines Herzklappenfehlers.

RestarbeitsfähigkeitErwerbsminderungsrente
6 StundenKein Anspruch
3 - 6 Stunden416,- Euro
< 3 Stunden832,- Euro

Beispiel 2: Peter Schmidt, Elektromonteur, 35 Jahre. Gehalt 1.700 (brutto). Erwerbsunfähig wegen eines Nierenversagens (Dialyse).

RestarbeitsfähigkeitErwerbsminderungsrente
6 StundenKein Anspruch
3 - 6 Stunden278,- Euro
< 3 Stunden556,- Euro

Ursachen

Das Risiko einer Berufsunfähigkeit wird oft unterschätzt. Jeder 4. Arbeitnehmer ist betroffen. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Für viele überraschend nehmen dabei psychische Erkrankungen den Großteil ein.

Ursachen für Berufsunfähigkeit
  •     35 % Psych. Erkrankungen
  •     16 % Skelett, Muskeln
  •     15 % Krebs
  •     10 % Herz-Kreislauf
  •     6 % Nervenkrankheiten
  •     18 % Sonstiges